Darf ich vorstellen II:

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Nach dem Hund, darf der zweite Kerl im Bunde natürlich nicht fehlen, alsooo:

Der Nasenbär oder immer grumpeliger Nervkopf. Mein edles Ross, nur ohne das kitschige Märchen-Blingbling. Alter Professor und nörgeliger Schüler. Liebe auf den zweiten Blick, dann eine Beziehung mit Konfliktpotenzial. Möhrengourmet und trotzdem immer die perfekte Bikinifigur. Springt Häuser und stolpert beim normalen Trott über seine eigenen vier Hufe.

Montagspferd und doch zäh wie Harz. Fährt nur alleine und chillt am liebsten am Rand des Geschehens. Ohne seine Gang geht aber auch nix. Absolutes Spielkind und Fummel-Frickel-Zippelmeister. Handyzerbeißer und Eimerzertreter. Latscht gerne Kindern auf den Füßen rum und führt Nicht-Pferdeleute an der Nase durch den Stall. Berührungsphobie und Saupferd – keine gute Kombi….

Der zweite Kerl in meiner WG und einer, den ich nicht mehr abgeben mag, auch wenn alle anderen dafür tausend Gründe finden würden. Wie war das nochmal? Gegensätze ziehen sich an? Oder doch eher auf jeden Topf passt ein Deckel? Ich würde eher sagen: Ein Sturkopf kommt selten allein. Außerdem wäre einfach ja langweilig 😉

Pia

Darf ich vorstellen: 


Der große böse Hund, aka Batman, der Hund mit der Maske. Gemeiner Pöbelschmuser und im Sprint Begrüßer. Als Hobby hinterlässt er ganz hinterhältig Matschflecken auf Kleidung und Teppich. Er weiß wie Erpressung geht: ein Blick reicht und das Opfer gibt nach. Clever. Zudem liebt er es in die Ohren seiner langhaarigen Freundin zu kneifen und schubst am liebsten kleine  Welpen um. Ein ganz ganz fieser Kerl.


Saugt er einem nicht gerade die Krümel aus dem Pulli, dient er als umweltfreundlicher Motor beim Fahrradfahren oder reinigt den See von Treibgut aller Art. Ein richtiger Ökohipster also. Fürchterlich. Kinn auf Pfote ist seine Denkerpose, weshalb ihn seine Kollegen Goethe nennen. Man kann über ihn sagen was man will: Süß ist er ja doch schon irgendwie. Immer diese Bad Boys die uns Mädels um den Finger wickeln. Aber ich geb es zu, dem hier bin ich gerne verfallen 😉
Pia
So, genug mit dem Hundespam. Demnächst gibt es dann mal wieder gescheiten Content. Oder so…

„Socialized“ du noch oder tinderst du schon? 

Der Daumen fliegt nach links, nach rechts, nach links, nach rechts. Kurzes zögern. Rechts! Sarah hat es geschafft. Ob der Typ vor mir in der Sitzreihe es bei ihr auch geschafft hat? Die Spannung steigt.

Tinder kennt mittlerweile fast jeder. Die Dating-App erfreut sich besonders bei jungen Leuten zunehmender Beliebtheit. Liebe vom Hörsaal aus. Oder vom Sofa. Egal wo man gerade ist, kann man den oder die eine kennen lernen. Vielleicht aber auch nicht. Wischen beide den jeweils anderen nach rechts, darf man miteinander in Kontakt treten. Ob es bei einem textischen Austausch bleibt oder man sich tatsächlich live sieht entscheidet sich nach ein paar Zeilen Messagergespräch.

Online-Dating soll einfach sein. Man muss sich in der Bar nicht mehr körperlich zu einem interessanten menschlichen  Wesen schleppen, sondern nur die Finger wischen lassen. Toll!

Oberflächlich ist der erste Kontakt ja so oder so schon. Da ist Tinder gar nicht mal so anders als das erste Aufeinandertreffen im Club. Man sieht und entscheidet. Wie hoch die „Trefferquote“ wirklich ist kommt wohl auf das jeweilige Paar an. Tinder macht diesen peinlichen Moment, in dem man nicht weiß, ob man abgeschoben wird oder das Gegenüber einen auch ganz nett findet, nur weniger spannend. Man erspart sich die entmutigende Abfuhr und die ermundernden Blicke der nebenstehenden Personen.

Tinder ist Sozialisieren ohne soziale Kontakte. Man lernt Leute kennen, ohne rausgehen zu müssen. Das einfache Date von der Couch aus. Bis zu einem bestimmten Punkt ist das zumindest möglich. Eine bequeme Art der Kontaktaufnahme und doch nicht das Allheilmittel für neue Liebe und Freundschaften.

Ich gebe zu: Tindern macht Spaß. Bei Langeweile in der Vorlesung, auf dem Klo oder einfach mal so zwischendurch. Unangenehm wird es nur, wenn man den Dozenten findet oder den Freund der besten Freundin. Liiiinks! Für uns Schüchterne ist Tinder eine Teststrecke für den ersten Schritt. Alles ist herrlich locker. Zudem hat man die Sicherheit, dass der andere einen auf den ersten Blick nicht total blöd oder unattraktiv findet.  Die Anlaufhürde ist genommen – fast.

Besonders in fremden Städten, wo man eh niemanden kennt, lässt es sich sorglos tindern. Für den ersten Kontakt oder ein neugieriges Schnuppern eben perfekt!

Ich habe die App trotzdem nach ein paar Tagen wieder gelöscht. Nicht, weil mir die netten Gespräche oder die hübschen Bildchen nicht gefallen haben. Sondern weil mir aufgefallen ist, dass es letzten Endes doch mehr Freude macht, die Stimme zu hören und das Parfüm zu riechen.

Außerdem häufen sich Fake-Profile und einige Nutzer, nun ja, sind nicht unbedingt auf der Suche nach tiefgründigen Gesprächen und langfristigen Beziehungen. Tinder ist schnell, oberflächlich und auf seine Weise stumpf. Bietet aber auch witzige Gespräche ohne Zwang und Angst vor einer Blamage.

Was nun von der App zu erwarten ist, muss jeder selbst entscheiden. Es mal auszuprobieren und einfach mal reinzuschauen ist allerdings eine Überlegung wert – sei es auch nur, um herzliche zu lachen und es dann ganz schnell wieder zu löschen.

Pia

Von Tier zu Mensch

Die automatische Schiebetür zum Tierbedarfsladen schwingt auf. Es riecht nach diesem eigenwilligen Geruch aus Naturkautschuk, irgendwelchen Hundekeksen und Kleintierstreu. Der Laden ist bunt wie mancher Klamottenladen. Überall liegt und hängt buntes Spielzeug, in der Futterecke stapeln sich säckeweise Hundefutter und Kauzeug. Man weiß schon als Besitzer gar nicht, wo man eigentlich hinschauen soll. Will mein Hund lieber Hähnchenfilet-Bites oder doch eher saftige Rinderhappen? Blaue Frisbee oder rotes Kuschelschaf? Lieber eine Fleecedecke oder ein Lammfellkuschelkissen?
Die Auswahl ist endlos und die Gänge nehmen irgendwie kein Ende.

Ich habe ein Pferd und einen Hund. Halte mich dementsprechend mehr Tierbedarfsläden als in den üblichen Klamottengeschäften auf.
Letztens, da brauchte mein Goethe ein neues Halsband. Er ist verdammt viel gewachsen in letzter Zeit und sein altes wurde einfach zu eng. Also Hund ins Auto und ab ging es –  schließlich muss anprobiert werden,damit es auch passt. Als ich ich dann vor der Auswahl an Halsbändern stand, wusste ich plötzlich nicht mehr, was ich hier eigentlich suchte. Es sollte doch nur was pflegeleichtes sein, etwas das zu ihm passt und bequem ist.
Eine Stunde hat es gedauert. Eine Stunde habe ich mich durch braun, grün, blau und schwarz gewühlt. Leder, Nylon oder was auch immer. Ich habe was gefunden –  eine Prozedur wie der Kauf eines Abendkleids.

Wenn Tiere plötzlich Mäntelchen anziehen und mit Glitzer-Bling-Bling durch die Straßen trippeln. Dann schüttelt manch einer entsetzt den Kopf.
Heutzutage werden Tiere immer menschlicher. Nicht, weil sie Sprechen lernen, sondern weil ihr Kleiderschrank dem von Frauchen gleicht oder sie in Zubehör fast ertrinken.
Der Markt rund ums Tier boomt. Es gibt Spielzeug in allen Variationen, Halsbänder, Geschirre und Leinen in allen Regenbogenfarben und Futter, das auch auf einem Feinschmeckerbuffet angeboten werden könnte.
Was ist eigentlich zu viel Mensch und zu wenig Tier? Und ist es dem Hund nicht im Grunde egal, ob er mit einem ergonomisch geformten Dentalball oder einem Stock spielt?

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Nur ein Tier, das seine Bedürfnisse ausleben darf, ist wirklich glücklich.

Wenn Besitzer ihre Schützlinge lieben, ist das wundervoll. Genau so sollte es sein. Wenn Frauchen aber zur Helikoptermutti wird, wirkt sich diese Liebe manchmal negativ auf das  Tier aus. Fehlendes Sozialverhalten, Allergien und körperliche Einschränkungen können Zeichen für eine fehlerhafte Haltung sein. Dazu kommen nicht selten Stress und eine häufig erhöhte psychische Belastung.
Tiere nehmen ihre Umwelt anders war als wir. Sie hören Töne lauter oder schriller, riechen alles strenger und reagieren sensibel auf Körpersprache.  So wird ein nachmittaglicher Stadtbummel für das Hündchen oft zur Strapaze. Das heißt nicht, dass man besonders Hunde nicht an alle möglichen Lebensbereiche gewöhnen sollte. Ich bin mit unserem Mischling auch schon in der Stadt gewesen, damit er nicht panisch wird, wenn er da auch später „mal durch muss“. Würde ich ihn jedoch fragen, würde er Wald und Wiese immer den Vorrang geben. Ist doch klar!
Am Ende darf einfach nie vergessen werden, dass das Lebewesen, mit dem man zusammen lebt, eigene Bedürfnisse hat. Natürlich passen sich unsere Haustiere unserm Alltag und Verhalten an. Sie bringen uns ihre ganz eigene Art von Zuneigung entgegen und kuscheln mit uns beim Fernseh schauen. Trotzdem darf nie vergessen werden, dass wir es nicht mit einem Mitmenschen zu tun haben.

Sein Tier zu verwöhnen – das ist etwas wirklich schönes! Man freut sich, wenn der Hund zufrieden auf seinem Knochen kaut oder die Katze sich an ihrem neuen Kratzbaum austobt.  Wenn dabei noch das neuste Halsband aus der Sommerkollektion durch das Fell blitzt, sieht es auch noch unfassbar schick aus! Daran ist nichts falsch. Alles kein Problem.
Wichtig ist nur: Tiere bleiben Tiere. Das sollte nie vergessen werden.

Pia

Urlaubsimpressionen

Hallo ihr Lieben,

Urlaub ist schon was ganz Feines – besonders, wenn man ihn mit den liebsten Menschen verbringen darf.
Im Umbruch des Jahres ging es für mich und meine große Familiensippe an die Nordsee, genauer gesagt nach Sankt Peter-Ording. Ich muss sagen, dass ich lange keinen Urlaub mehr so genossen habe. Es ist einfach immer eine Wonne, Zeit mit ein paar wundervollen Personen verbingen zu können. Besonders natürlich, weil einige von ihnen so fuchtbar weit weg wohnen.
Obwohl ich nebenbei für die Uni gearbeitet habe und das Wetter winterlich mies war (zumindest an zwei Tagen), hat es jede Menge Spaß gemacht.

Ich habe euch im Anschluss mal einen klitzekleinen Einblick mitgebracht, der ganz gut zusammenfasst, wie es denn so war:

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Regenbogenaugenblicke am Strand von Sankt Peter-Ording. Wunderschöner kann der Winter nicht aussehen. Das Meer hat mit dem Spiegelbild der Wolken gespielt und uns einen atemberaubenden Anblieck geschenkt. Kurz darauf hat der Regen das Schauspiel leider weggespült.

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Der Moment, an dem Tag und Nacht sich kurz treffen – Sonnenuntergänge am Meer sind irgendwie ja kitschig. Das aber zurecht. Einfach nur wunderschön.

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Nochmal ein Bild, das am späten Nachmittag aufgenommen wurde. Der Himmel sah ein bisschen aus wie Zuckerwatte. Wenn es nur die ganze Zeit nicht so eisig kalt gewesen wäre…

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Urlaub ohne Pferde? Gibt es, bei mir aber unwahrscheinlich. Ich reite schon seit so vielen Jahren, allerdings war ich noch nie am Strand unterwegs. Das musste natürlich schnell geändert werden, also ging es für meine kleine Cousine und mich los in ein kleines Mädchenabenteuer.
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Leute, ihr glaubt es nicht! Ich habe doch tatsächlich Donald Trump getroffen! Nein, Spaß beiseite. Diese beiden aufmerksamen Herren sind in einem Tierpark an der See Zuhause. Zugegeben: Die Ähnlichkeit zu dem neuen US-Präsidenten ist ja doch irgendwie gegeben.

 

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Wer an der Nordsee ist, der guckt sich natürlich aus diese munteren kleinen Kerle an. Die Robbenauffangstation kümmert sich um Findlinge. Einige bleiben dem Tierpark erhalten – zur Forschung und um den Besuchern diese nicht so alltäglichen Tiere näher zu bringen.

 

Endlich mal wieder ein Beitrag, bei dem es mal wieder ums Reisen geht. Ich kann allerdings sagen, dass ich dieses Jahr schon ein wenig geplant habe und ich mcih auf ein paar kürzere und längere Trips freue. Natürlich werde ich meine Lieblingsimpressionen hier festhalten. Dafür ist der Blog ja da.

 

Pia